21. Januar 2026

Nicht schon wieder eine Stadtbilddebatte!

Köln, 20.01.26: Die GRÜNE JUGEND Köln kritisiert die unsolidarischen Positionen und eine NIMBY-Kultur der Anwohner*innen zu der Planung zum Suchthilfezentrum am Perlengraben.

Die Stadt Köln hat im Dezember 2025 Pläne für ein Kölner Suchthilfezentrum im Pantaleonsviertel angekündigt. Vor einer Entscheidung des Stadtrats über die Umsetzung fand heute (20. Januar 2026) eine Informationsveranstaltung in der Aula des Berufskollegs am Perlengraben statt. Am lautesten sind dabei Stimmen, die Müll, Kriminalität und drogenabhängige und dealende Kinder fürchten.

„Junge Menschen werden von NIMBYs als vorgeschobener Grund verwendet, um eine evidenzorientierte und solidarische Suchthilfemaßnahme zu verhindern. Dabei ist erwiesen, dass Kinder und Jugendliche nicht deswegen drohenabhängig werden, weil sie auf dem Schulweg mit suchtkranken Menschen konfrontiert werden. Ursache für eine Abhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen sind vielmehr Gewalterfahrungen, soziale Ungerechtigkeit und Schulkultur – also alles Themen, die wir ohnehin angehen sollten!“ so Ida Holschbach, Co-Sprecherin der Grünen Jugend Köln.

In der Gesellschaft zeigt sich nicht nur zu diesem Thema eine „Not in my backyard“ Kultur. Aber dies ist auch keine Lösung!“ Betreute Drogenkonsumräume können Leben retten, und Suchthilfezentren eine Chance auf Stabilisierung und Therapie sein. Dieses Zentrum ist wichtig und richtig!“, ergänzt Hanna Hogen, Co-Sprecherin der Grünen Jugend Köln.