20. April 2026

Ein „JA“, wie es die Kampagne vorgab: GRÜNE JUGEND Köln bedauert Zustimmung zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr

Köln, 19April 2026 – Die GRÜNEN JUGEND Köln bedauert, dass sich die Wahlberechtigten in Köln beim Ratsbürgerentscheid zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr mit „Ja“ gestimmt haben.

Die Abstimmungsberechtigten in Köln haben sich nach dem Auszählungsstand um 23:30 für die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele­ 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. Damit war die Zustimmung in Köln deutlich geringer als in München, wo sich über 66% für eine Bewerbung um das Sportevent aussprachen. Die Wahlbeteiligung war mit ca. 30% in fast allen beteiligten Kommunen eher gering.

Fürsprecher der Bewerbung betonen eine Stärkung des Breitensports und eine Aufbruchstimmung, die in der Region mit den Spielen entstehen könnte. Kritiker*innen warnen vor hohen Kosten für ein zweiwöchiges Sportevent, die in der Vergangenheit nie unter den prognostizierten Zahlen blieben und befürchten Kürzungen in anderen Bereichen, insbesondere im Sozialen und im Breitensport, um die Spiele zu bezahlen. Versprochene Besserungen in der Infrastruktur und im Breitensport sowie neue Wohnungen könnten auch ohne das Großevent umgesetzt werden. Mit einer Klimaneutralität 2035, wie die Stadt Köln sie sich vorgenommen hat, sei eine Olympiabewerbung ohnehin nicht zu vereinen. 

Die GRÜNE JUGEND Köln hat sich entschieden gegen die Olympiabewerbung KölnRheinRuhr positioniert und als Teil des Bündnis Nolympia Köln mit Informationsständen und auf den sozialen Medien für eine Nein-Stimme geworben. Die Ja-Kampagne der Stadt, des Landes und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war jedoch mit deutlich mehr Ressourcen versehen. 

Die Entscheidung der Abstimmungsberechtigten in Köln ist nicht final: Köln konkurriert mit den Mitbewerberstädten Hamburg, München und Berlin beim DOSB, danach entscheidet das IOC zwischen den internationalen Bewerbungen. 

Wir haben mit vielen Menschen in Köln gesprochen, denen Olympia Sorgen macht: Wohnungslose Menschen, die verdrängt werden würden, Angst vor steigenden Mieten sowie die Angst vor noch mehr sozialen Kürzungen“, sagt Hanna Hogen, Co-Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Köln. 

Wir fordern, dass die Stadt Köln sich an das hält, was sie versprochen hat, und das bedeutet: Kein weiteres Haushaltsloch, keine sozialen Kürzungen, keine Umweltzerstörung für Olympia, keine teure, unfertige Infrastruktur und keine geklüngelte Auftragsvergabe“, ergänzt Ida Holschbach, Co-Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Köln.